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Nähmaschine richtig einfädeln

Nähmaschine richtig einfädeln in der Nähschule, im Nähkurs in Bad Salzuflen bei www.naehen-bei-olga.de Nähen lernen, Schnittmuster, Unterspule und Nähutensilien.

Wer kennt das nicht? Die Nähmaschine bildet beim Nähstart einen Knoten, zieht den ganzen Stoff zusammen alles verheddert sich und es geht nichts mehr. Oder die Stiche sehen unsauber, ungleichmäßig aus oder bilden Schlaufen.

Das alles kann ein Anzeichen davon sein, dass die Nähmaschine nicht richtig eingefädelt ist.

Was solltest du also tun? Oder besser gesagt, wie fädelst du dein Schätzchen am besten richtig ein, damit diese falschen Nähte gar nicht erst eintreten?

Damit dir das Nähen auch von Anfang an Spaß macht und du nicht gleich die Lust daran verlierst, zeige ich dir heute, wie du die Sache richtig angehst.

Unterfaden aufspulen. Garnrollenhalter, Garn, Nähgarn und Spule auf der Nähmaschine.

Als erstes spulst du den Unterfaden auf.

Schiebe dafür das Nähgarn auf den Garnrollenhalter und danach den Stopper drauf, damit die Spule nicht runterrutscht.

Bei vielen Nähmaschinen ist eine kleine Zeichnung abgebildet, wie der Faden zum Spulen gelegt werden muss. Das Prinzip ist aber bei den meisten Nähmaschinen das Gleiche.

Unterspule aufwickeln auf der Spulvorrichtung der Nähmaschine. Zusätzlich das Handrad der aufschrauben nach der Anleitung.

Stecke die Unterspule auf die Spulvorrichtung und drücke sie bis zum Anschlag nach rechts. Einige Nähmaschinen erkennen jetzt, dass du nicht nähen, sondern spulen willst und stellen die 

Bewegung der Nähnadel ab. 

Bei anderen Maschinen muss du zusätzlich am Handrad ziehen oder einen Teil davon aufdrehen. Schau dafür in die Anleitung deiner Nähmaschine.

Das Garn durch die Öse ziehen und den Faden im Uhrzeigersinn um die Unterspule wickeln.

Ziehe den Faden mit beiden Händen durch die kleine Öse und unter der Spannscheibe zur Spule. Wickel den Faden von hinten im Uhrzeigersinn um die Spule. Halte dabei den Fadenanfang 

fest und tritt auf das Pedal.

Wenn die Spule voll ist, hört sie auf, sich zu drehen. Du kannst den Faden durchschneiden, die Spule nach links von der Spulvorrichtung drücken und abnehmen. 

Die Greiferklappe öffnen und die Spulenkapsel herausziehen. Die Unterspule herausnehmen und die Nähmaschine ausschalten.

Schalte die Nähmaschine aus und öffne die Greiferklappe. 

Ziehe die Spulenkapsel heraus, indem du die kleine Klappe daran anhebst. 

Diese dient dir jetzt als Griff.

 

 

(P.S.: Hat deine Nähmaschine keine Spulenkapsel und die Unterspule wird von oben eingelegt, dann gibt es die Anleitung dazu am Ende des Artikels.)

Die Unterspule in die Spulenkapsel legen. Diese muss sich im Uhrzeigersinn drehen, erst dann kann die Fadenspannung richtig eingestellt werden.

Lege die Spule in die Spulenkapsel und ziehe am Faden.

Die Spule muss sich IM UHRZEIGERSINN drehen. Das ist wichtig, damit später die Fadenspannung richtig eingestellt werden kann. Dreht sie sich falsch herum, dann drehe die Spule einfach um.

Die Unterspule in die Spulenkapsel legen und unter das Spannungspälttchen den Faden ziehen.

Ziehe den Faden in den Schlitz, der sich seitlich befindet.

Danach unter das Spannungsplättchen, bis er in der Öffnung bleibt.

Die Unterfadenspannung testen, indem die Spulenkapsel mit der Hand stufenweise niedersinkt. Die Fadenspannung richtig einstellen.

Jetzt kannst du testen, ob die Unterfadenspannung richtig eingestellt ist.

Lege die Spulenkapsel in die Hand und ziehe sie am Fadenanfang hoch.

Die Fadenspannung ist richtig, wenn sie sich heben lässt und bei einem ruckartigen Ziehen am Faden stufenweise niedersinkt.

Die Spulenkapsel mit der Unterfadenspule, um die Unterfadenspannung einzustellen.

Bewegt sich die Spulenkapsel gar nicht, dann ist die Spannung zu fest.

Lässt sie sich gar nicht heben, weil der Faden dabei immer wieder nur aus der Kapsel gezogen wird, dann ist die Unterfadenspannung zu locker.

Die Einstellung kannst du mit der kleinen Schraube an der Kapsel regulieren.

Drehe sie nach links oder nach rechts.

Die Spulenkapsel mit dem kleinen Griff auf den Stift des Greifers stecken.

Nimm die Spulenkapsel wieder am kleinen Griff in die Hand und schiebe sie auf den Stift des Greifers. Die Öffnung (oder der Metallstift) an der Spulenkapsel zeigt dabei nach oben. 

Achte darauf, dass die Spulenkapsel bis zum Anschlag in der Maschine steckt, sonst kannst du keine sauberen Nähte nähen. 

Den Nähfuß heben und den Oberfaden einfädeln. Den Faden in der Fadenführung durch den Schlitz führen und den Fadenhebel auf die oberste Position der Nähmaschine stellen.

Hebe den Nähfuß hoch, wenn du den Oberfaden einfädelst!

Ziehe das Garn mit beiden Händen in die Fadenführung und nach unten durch den Schlitz. Nun nach rechts um den Steg und wieder nach oben durch den Schlitz. 

Von links um den Fadenhebel, der auf der obersten Position stehen müsste. Tut er das nicht, dann hebe ihn mit dem Handrad hoch.

(Es kann sein, dass an deiner Maschine das ganze spiegelverkehrt ist.) 

Den Faden durch die kleine Führung der Nähmaschine stecken und durch das Nadelöhr der Nähmaschinennadel einfädeln.

Jetzt wieder nach unten und durch die kleine Führung über der 

Nähnadel. Als letztes von vorne durch das Nadelöhr stecken.

Um besser an die Nähnadel zu kommen, kannst du den Nähfuß senken.

Hebe ihn nach dem Einfädeln wieder hoch, um den Unterfaden zu holen. 

Oberfaden der Nähmaschine festhalten und mit dem Handrad die Nähnadel versenken.

Halte den Oberfaden fest und drehe das Handrad auf dich zu, bis die Nadel einmal unten war und halte sie an der obersten Position wieder an.

Der Faden bildet unten eine Schlinge und bringt damit den Unterfaden nach oben. Ziehe die Schlinge des Unterfadens mit Hilfe einer Schere oder auch dem Finger nach oben und lege beide Fäden unter den Nähfuß und zur linken Seite.

Der Unterschied zwischen Computernähmaschine und mechanischer Nähmaschine und der Geradstich.

Schalte deine Nähmaschine wieder ein und stelle den Stich auf einen Geradstich ein.

Die Stichlänge sollte zwischen 2,5 und 3 mm betragen

Die Oberfadenspannung einstellen an der Nähmaschine.

Die Oberfadenspannung müsste zwischen 3 und 5 liegen. Das ist aber bei jeder Nähmaschine unterschiedlich.

Bevor du anfängst auf deinem richtigen Stoff zu nähen, teste auf jeden Fall die richtigen Einstellungen auf einem Reststück des gleichen Stoffes.

Lege den Stoff dabei immer doppelt, um die gleichen Voraussetzungen zu schaffen, wie beim Nähen.

Der Stich ist perfekt, wenn du auf der Oberseite nur den Oberfaden und auf der Unterseite nur den Unterfaden siehst.  

Ist der Oberfaden unten zu sehen, dann ist die Fadenspannung zu locker.

Kommt der Unterfaden zu stark nach oben, dann ist sie zu fest.

Ändere das, indem du die Fadenspannung entweder hoch drehst oder runter.

 

sPULE OHNE SPULENKAPSEL VON OBEN EINLEGEN

Wird an deiner Nähmaschine die Spule von oben und ohne Spulenkapsel eingelegt, dann muss sich diese beim Einlegen GEGEN DEN UHRZEIGERSINN drehen.

Öffne die Abdeckung und lege die aufgespulte Unterspule ein.

Halte die Spule mit der rechten Hand leicht fest, während du mit der linken Hand den Faden durch die Führung ziehst.

 

Falls deine Maschine am Ende der Führung einen Fadenabschneider hat, dann schneide ihn ab und schließe die Abdeckung.

Bei vielen Nähmaschinen, bei denen der Unterfaden auf diese Art eingelegt wird, brauchst du ihn nicht hochzuholen, wie bei Nähmaschinen mit einer Spulenkapsel.

Du kannst einfach den Stoff darunter legen und mit dem Nähen beginnen.

Teste auch dieses bitte vorher auf einem Reststück Stoff aus.

Jetzt steht einem erfolgreichen Nähstart nichts mehr im Wege!

 

Deine Olga