Nähte auftrennen – so gelingt es ganz leicht

Auf welchen Aufgabe würdest du beim Nähen liebend gerne verzichten? Vielleicht ist deine Antwort – das Auftrennen von Nähten.

Doch auch bei sehr geübten Näherinnen bleibt dieser Arbeitsschritt manchmal nicht aus.
Auftrennen kann gelegentlich ganz schön nervenaufreibend sein und ist teilweise ein wahres Geduldspiel.

 

Ich musste feststellen, dass viele mehr Zeit damit verbringen, als nötig, weil sie mit der falschen Technik rangehen. Sie wenden mehr Kraft und Druck an, als überhaupt notwendig.
Dabei ist das gar nicht so schwer, wenn man erst mal verstanden hat, dass es mit Leichtigkeit und der richtigen Methode ganz leicht von der Hand geht.

 

Ich zeige dir heute einige Techniken, mit denen du eine Nähmaschinen- oder Overlock- Naht problemlos auftrennen kannst. Alles, was du dafür brauchst ist:

 

    • einen Nahttrenner
    • gutes Licht

Mittlerweile gibt es viele Hilfsmittel, die du für das schöne Hobby kaufen kannst.

Nicht alles ist notwendig, nicht alles ist gut.

 

Wofür du aber unbedingt etwas Geld investieren solltest, ist ein guter Nahttrenner!
Nimm am besten ein Markenprodukt.

 

Denn nichts ist ärgerlicher, als eine stumpfe Klinge oder eine zu dicke Spitze, mit der man nur schlecht unter die Fadenschlinge kommt.

 

Achte darauf, dass der Griff nicht zu kurz ist und gut in der Hand liegt.

Bevor du anfängst aufzutrennen, achte darauf, dass du ausreichend Licht hast und die Fäden gut siehst, denn nur dann kannst du die Naht lösen, ohne den Stoff zu beschädigen.

Lass dich auf diese Arbeit ein, ohne dich zu ärgern und betrachte es als eine kleine Auszeit. 😉

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Ein Nahttrenner besitzt eine lange spitze und eine kurze Seite mit einer kleinen Kugel.
Die lange Seite kannst du dafür benutzen, um ganz leicht unter die Nahtschlingen zu greifen.
Die Seite mit der Kugel kannst du dafür benutzen, um eine Naht zwischen 2 Stoffen aufzuschneiden. Die Kugel schützt den Stoff vor Verletzungen.
An der Rundung des Nahttrenners befindet sich eine scharfe Klinge/ Messer.

Nähte einer Nähmaschine auftrennen

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Trennst du den Stich mit Druck, in dem du den Faden mit der Spitze nach oben zerrst, kannst du den Stoff beschädigen und die Naht wird nicht sauber getrennt.

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Trenne den Stich am besten mit Hilfe der scharfen Klinge am Nahttrenner. Stecke dafür die lange Seite ohne Druck unter die Fadenschlinge und schneide den Stich mit der Klinge durch.

1. Methode einen Geradstich aufzutrennen

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Schneide alle 4 bis 5 Stiche deiner Naht durch. Die verriegelten Enden solltest du gesondert auftrennen.

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Drehe dein Stoffstück um und ziehe an dem Faden. Dieser lässt sich jetzt ganz leicht entfernen und die Stoffteile sind getrennt. Entferne danach auch die übrigen Garnrückstände.

2. Methode einen Geradstich aufzutrennen

Eine andere Methode einen Nähmaschinen- Stich aufzutrennen, ist es, die Naht zwischen den Stoffstücken aufzutrennen. Du musst einfach mal ausprobieren, welcher Weg dir leichter fällt. Es ist aber auch abhängig von Nähobjekt, welche Trennart leichter und schneller funktioniert.

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Trenne den Anfang der Naht mit der ersten Methode ein Stückchen auf. Ziehe die Stoffteile leicht auseinander und stecke die spitze lange Seite des Nahttrenners unter die Nahtschlaufen. Schiebe die Spitze ohne Druck vorwärts.

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Die Stoffteile lassen sich jetzt ein Stück weiter auseinander ziehen. Arbeite dich so bis zum Ende der zu trennenden Stelle vor.

TIPP : Hast du Sorge, dass du mit der spitzen Seite den Stoff beschädigen könntest, dann benutze nicht die spitze Seite des Nahttrenners, sondern die kurze Seite mit der Kugel. Damit verhinderst du ein Einstechen in den Stoff und schützt ihn vor Einschnitten.

Zickzack- Stich auftrennen

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Stecke die Spitze des Nahttrenners unter den Zickzack- Stich. Schiebe ihn vorsichtig drunter her und schneide mit dem Messer die Nähte durch.

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Drehe das Stoffstück um, ziehe den Faden raus und entferne die restlichen Garnrückstände.

Zierstich auftrennen

Manche Zierstiche lassen sich wie der Zickzack- Stich oder die erste Methode des Geradstichs auftrennen. Es kommt auch immer auf den Stoff an, wie leicht oder schwer eine Naht aufgetrennt werden kann.
Wenn du deinen Stoff schonen möchtest, dann bleibt dir manchmal nur die folgende langwierige Vorgehensweise, um den Zierstich aufzutrennen.

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Den Anfang des Fadens hochziehen.
Dadurch ziehst du den Unterfaden hoch und es bildet sich eine Schlaufe.

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Greife mit der Spitze des Nahttrenners vorsichtig in die Schlaufe.

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Ziehe den Faden komplett raus und wiederhole diese Abläufe, bis der Zierstich aufgetrennt ist.

Overlocknaht auftrennen

Und dann gibt es da noch die Overlocknaht. Mittlerweile haben viele Hobby- Näherinnen eine Overlock zu Hause stehen. Mit ihr lassen sich Stoffe wie Jersey wunderbar vernähen.
Bei dieser Naht gibt es einen ganz einfachen Trick, wie du sie ganz einfach wieder auftrennen kannst.

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Ziehe mit dem Nahttrenner den Anfang des Fadens hoch, der mit der Overlocknadel genäht wurde. Diese Naht liegt parallel zur Stoffkante.

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Falls deine Naht, der getrennt werden soll, nicht zu lang ist, kannst du den Faden komplett rausziehen. Ist die Strecke sehr lang, dann trenne die Naht dazwischen in kleinere Abschnitte.

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Verfahre genauso mit der zweiten Naht, die mit der zweiten Nadel genäht wurde, falls du mit dem 4-Faden Overlockstich genäht hast.

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Nun lassen sich die restlichen Fäden einfach abziehen und die Naht ist aufgetrennt.

Wie trennst du deine Nähte auf?
Kennst du noch einfachere oder schnellere Techniken, um diese Arbeit zu erledigen?
Oder benutzt du vielleicht gar keinen Nahttrenner für das Trennen?

Deine Olga

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