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Das System der Schnittanpassung

Wenn du selber Kleidung nähst oder mit dem Gedanken spielst, Kleidung zu nähen, dann wirst du merken, dass das genähte Kleidungsstück nicht immer auf Anhieb passt.

 

Manchmal sind Anpassungen am Schnitt nötig, auch wenn das ein ungeliebtes Thema für viele ist.

Jetzt sagst du vielleicht, dass du einfach nur das machen willst, was am meisten Spaß macht: an der Nähmaschine sitzen und nähen! Du möchtest nicht noch mehr Zeit mit dem Schnitt verbringen, denn schon die normale Vorarbeit nimmt so viel Zeit in Anspruch.

 

Und doch möchte ich dir das Thema Schnittanpassung ans Herz legen!

 

Du weißt selber, wie viel Geld du für Stoffe und Nähzubehör ausgeben kannst und dazu noch die Schnittmuster. Und dann die viele Zeit, die du zum Nähen benötigst.

Das alles investierst du in selbstgenähte Kleidung und möchtest dich dann mit schlecht sitzender Garderobe zufrieden geben? Denn gerade, weil du selber nähst, kannst du den Sitz deiner Kleidung beeinflussen. Das ist der große Vorteil, den du bei gekaufter Mode nicht bekommst.

 

Wenn du also Kleidung nähen willst, die perfekt an deine Figur angepasst ist, dann kommst du nicht um die Anpassung deiner Schnitte herum.

 

In diesem Beitrag möchte ich dir den 1. Schritt meines Systems der Schnittanpassung erklären. Mit diesem System kannst du jeden Schnitt auf deine individuelle Figur anpassen und dich darin wohl fühlen.

 

Alle Schritte der Schnittanpassung habe ich in einem Näh Guide zusammengefasst, den du dir HIER kostenlos downloaden kannst.

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Schritt 1: Analysieren

Um deine Figur zu analysieren, solltest du dir genug Zeit nehmen! Das ist ein wichtiger Punkt, den viele vernachlässigen. Denn nur, wenn du deine Figur und ihre Besonderheiten gut kennst, kannst du verstehen, wie du deine Schnitte optimal an sie anpassen kannst.

 

Zur Figuranalyse gehören 3 Aufgaben:

 

  • Körperform verstehen
  • Vermessen
  • Abweichungen im Schnitt ausfindig machen

KÖRPERFORM VERSTEHEN

Wir sind alle einzigartig und keine Figur gleicht der Anderen, und das ist auch gut so! 

Die eine ist groß, die andere ist klein, die eine hat eine große Brust, die andere eine kleine, die eine hat ein breites Becken, die andere ein großes Gesäß.

 

Es ist wichtig, diese besonderen Merkmale deiner Figur zu erkennen, um zu verstehen, an welchen Stellen du später Anpassungen am Schnitt durchführen musst.

 

Ich weiß, dass jeder von uns seine „Problemzonen“ kennt, aber hast du deinen Körper schon einmal ganz neutral im Spiegel betrachtet und geschaut, welche Stellen besonders „auffällig“ sind?

 

In meinem Näh Guide Schnittanpassung kannst du dir diese Besonderheiten notieren. Du kannst ihn HIER kostenlos herunterladen.

VERMESSEN

Wenn du deine Figur genau betrachtet und dir vielleicht einige Stellen aufgefallen sind, an denen Anpassungen notwendig wären, dann geht es jetzt darum, diese Stellen zu vermessen.

Aber nicht nur diese, sondern am besten auch alle anderen Längen und Umfänge, die du auf einem Schnitt auch nachmessen kannst.

 

Dazu gehören unter anderem:

 

  • Brustumfang
  • Oberbrustumfang
  • Taillenumfang
  • Hüftumfang
  • Schulterbreite
  • Armlänge
  • Brusthöhe

 

Nach dem Vermessen hast du Zahlen in der Hand (oder auf dem Papier), mit denen du ganz konkret deine Maße mit denen im Schnitt vergleichen kannst.

 

Wichtige Maße bei uns Frauen ist der Brustumfang. Denn an dieser Stelle wird die Größe bestimmt, die du am Schnitt wählst. Besser gesagt an dem Brust- und Oberbrustumfang.

 

Wie das funktioniert, habe ich HIER schon einmal aufgeschrieben.


ABWEICHUNGEN AUSFINDIG MACHEN

Hast du deine Besonderheiten festgestellt und deine Maße in der Hand, dann kannst du damit den Schnitt mit deiner Figur vergleichen.

 

Beim Nachmessen und Vergleichen ist es wichtig zu wissen, dass jeder Schnitt sogenannte Weitenzugaben enthält. Diese sind nötig, damit du dich in deinem Kleidungsstück später auch bewegen kannst. Die Weitenzugaben sind bei jedem Modell unterschiedlich, je nachdem, welche Wirkung mit dem Design erreicht werden soll.

 

Bei Schnitten für nicht dehnbare Stoffe muss die Weite auf jeden Fall mind. 2 cm weiter sein, als dein Umfang am Körper.

Bei Schnitten für dehnbare Stoffe kann die Weite auch kleiner ausfallen, als dein Umfang, wenn ein Shirt zum Beispiel sehr eng anliegen soll. Für eine normale Passform sollte die Weite aber mindestens so groß sein, wie deine gemessene Weite am Körper.

 

Du kannst z.B. vergleichen, ob dein Taillenumfang mit dem Umfang am Schnitt passt oder ob er an dieser Stelle angepasst werden sollte. Genauso der Umfang an der Brust und der Hüfte.

Danach folgen die Längen, wie die Brusthöhe und auch die Höhe der Taillenlinie.

Falls diese Längen nicht mit deinen Längen übereinstimmen, müssen sie am Schnitt angepasst werden.

 

Das war also der erste Schritt der Schnittanpassung und du siehst, er ist sehr umfangreich.

Diese Vorarbeit und Prüfung ist sehr wichtig und die Grundlage, mit der du bei den nächsten Schritten der Schnittanpassung arbeiten musst.

 

Lade dir den kostenlosen Näh Guide Schnittanpassung herunter, um das System der Schnittanpassung auf einen Blick zu haben und deine Erkenntnisse zu notieren.

 

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Deine Olga

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